Queere Inhalte in Museen verankern!

Tasse des Lesbenfrühlingstreffens 2001 in Rostock - Bild Andreas Günther

Geschlechtliche Vielfalt – Ist die in Deutschland nicht längst selbstverständlich?, mag manche*r fragen … Ein Blick in die Museen von Mecklenburg-Vorpommern zeigt etwas anderes: Die Geschichte von Schwulen, Lesben und Trans*Personen, die – selbstverständlich – seit Jahrhunderten Bestandteil des gesellschaftlichen Miteinanders bildet, ist hier bislang fast unsichtbar.

Dies wollen die Stiftung Mecklenburg und das Kulturhistorische Museum Rostock ändern. Sie nehmen derzeit ihre eigenen Ausstellungen kritisch in Augenschein, benennen Fehlstellen in Präsentation und Sammlung – und machen sich daran, diese zu schließen. Dabei erfahren beide Häuser tatkräftige Unterstützung von queeren Vereinen, Initiativen und vielen Einzelpersonen.

Aber beide Häuser bitten um Ihre kollegiale Hilfe:

Im gemeinsamen Projekt wurde damit begonnen, Geschichten, Dokumente und natürlich vor allem Exponate zu sammeln, die den Anteil von Schwulen, Lesben und Trans* Personen an der mecklenburgischen Landesgeschichte sichtbar machen. Die Ergebnisse werden ab Frühjahr 2020 in den Ausstellungen in Rostock und Schwerin zu erleben sein.

Gesammelt werden Objekte aus Rostock und ganz Mecklenburg; das bislang älteste stammt aus dem 16. Jahrhundert; das jüngste aus dem Jahr 2017.

Vieles Interessante ist bereits gefunden, aber es gibt auch noch manche Lücke. Wir freuen uns deshalb sehr über Hinweise und Tipps, Leihgaben- und Ankaufsangebote bzw. die Weiterverbreitung dieses Aufrufs.

>>> hier finden Sie den Flyer zum Projekt mit Kontaktdaten der Initiatoren